Bürger bäumen auf und fordern andere DSL-Lösung

November 13th, 2010 by admin Leave a reply »

Vor einer Woche hat sich der Marktrat von Au endlich für eine Lösung entschieden, die das DSL-Netz in der Region verbessern soll. Doch mit der Entscheidung des Marktrats ist nicht jeder Bewohner Au’s einverstanden. Denn dieser hat sich für eine Mischlösung entschieden, bei der ein Teil des Gebietes mit Glasfaserkabel und der Rest über Richtfunk versorgt werden soll. Nun stellten sich drei Einwohner der Region gegen den Entscheid des Rats, denn diese fordern, dass das gesamte Gebiet mit einem hochwertigen und leistungsstarken Glasfasernetz ausgestattet wird.
Die Frage, welche Lösung die bessere ist, beschäftigt nicht nur den Gemeinderat von Au; stattdessen streiten sich seit mehreren Wochen die Vorsitzenden und Entscheidungsträger von Gemeinden in ganz Deutschland und stimmen ständig darüber ab, was in ihrer Ortschaft eingesetzt werden soll. In der Gemeinde Au entschied man sich aus mehreren Gründen teilweise für die Internet- und Telefontarife über Hybridfunk. Die Umsetzung dieser Lösung wird beispielsweise sehr schnell geschehen. Weiterhin wird allen Nutzern eine, im Vergleich zum bisherigen Netz, sehr hohe Bandbreite geboten. Damit nicht genug, ist diese Lösung sehr viel preiswerter, als beispielsweise die gesamte Versorgung über das Glasfasernetz.

Doch das Trio um Klaus E. Stuhlreiter, Hannes Prügl und Michael Altmann sind anderer Meinung. Die drei Männer denken, dass der Funkanteil am neuen Internet- und Telefonanschluss nicht zukunftsträchtig wäre und bereits in wenigen Jahren die erreichten Bandbreiten nicht mehr aktuell sind. Aus diesem Grund starteten sie nun ganz offiziell ein Bürgerbegehren, um die Entscheidung des Marktrats zu kippen. Am vergangenen Dienstag wurde der Bürgermeister, Karl Ecker, via E-Mail über das Bürgerbegehren informiert. Seine Reaktion war selbstverständlich nicht sehr positiv. Doch er ärgert sich nicht darüber, dass seine Mitbürger eine andere Meinung vertreten, sondern ist lediglich wütend, weil die drei Männer nicht zuerst das persönliche Gespräch gesucht haben. Denn in diesem Fall hätte er ihnen die Gründe detailliert vorgetragen und erklärt, warum sie sich für diese Lösung entschieden haben. Doch nun müssen er und der Marktrat sich gegen diese “aggressive” Lösung verteidigen.

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